Russland gewährt Venezuela Kredit



Der venezolanische Staatspräsident Hugo Chávez erweitert seine Anstrengungen, sich vom Westen unabhängig zu machen. Bereits im Jahre 2007 gründete er zu diesem Zwecke, mit Vertretern weiterer sechs Staaten, die Entwicklungsbank von Lateinamerika. Die wirtschaftliche Entwicklung der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) sollte mit diesem Projekt finanziert werden. Die Gründung dieser Bank machte die Unzufriedenheit mit der Praxis von Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) deutlich, die durch eine Kreditvergabe zugleich Einfluss auf die Politik der jeweiligen Staaten nehmen wollten. Die „Bank des Südens“ hingegen würde Entwicklungskredite vergeben, ohne politische Bedingungen zu stellen.

Russland gewährte Venezuela Kredit

Die Unzufriedenheit gegen den Westen wurde dadurch gestärkt, dass die USA sich weigerten Kriegstechnik an Venezuela zu verkaufen. Darum wandte sich Chávez im April 2010 an Russland, um einen Kredit in Höhe von 2,2 Milliarden US- Dollar für Waffentechnik zu erhalten. Allerdings sollte dieses Geld nur in Verteidigungszwecke investiert werden. Wladimir Putin betonte, dass er keine terroristischen Ziele unterstütze. Ein Plan, wie Chávez diesen Kredit zurück zahlen sollte, wurde nicht vorgelegt. Die finanzielle Unabhängigkeit wurde durch diese Aktion daher nicht gesichert.

Chávez holt sein Gold zurück nach Venezuela

Als letzten Schritt in die Unabhängigkeit, will Chávez nun seine Goldreserven, die sich zum Großteil in Großbritannien, den USA und der Schweiz befinden, zurück nach Venezuela holen. Insgesamt handelt es sich hierbei um 211 Tonnen Gold, die nach Ansicht von Chávez in den westlichen Staaten nicht sicher seien, da die Wirtschaften Europas und der USA unter gingen. Allerdings kann Chávez nicht darüber hinwegtäuschen, dass Venezuela hoch verschuldet ist. Neben den 2,2 Milliardenkredit von Russland sind noch andere Gläubiger zu befriedigen, was einer der Gründe für diese Aktion sein könnte. Zugleich sollen die Goldmienen Venezuelas verstaatlicht werden, um illegalen Schürfen entgegen zu wirken. Jedoch hat die Verstaatlichung in der Vergangenheit schon negative Einflüsse auf die Ölindustrie ausgeübt. Seit der Verstaatlichung dieser, sind die Produktionszahlen deutlich gesunken – trotz hoher Ölpreise und großer Vorräte. Misswirtschaft und Korruption ließen diesen Industriezweig sinnbildlich verrotten. Sofern mit der Goldindustrie in Venezuela nun das gleiche geschieht, kann mit steigenden Goldpreisen gerechnet werden, denn immerhin ist Venezuela eines der Länder mit den größten Goldreserven.

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